Es gibt ein Unbehagen am Eigenen in Deutschland. Wurde das Volk fr?her begriffen als eine Seinsform, in die man hineingeboren wurde, so w?hnte sich das ichverpanzerte Individuum lange Zeit frei von solchen gemeinschaftsgepr?gten Lebensbildern; nationale Identit?t war - so schien es gerade in den Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung - einer nebul?sen Weltb?rgerlichkeit gewichen. Unterdessen begreifen mehr und mehr B?rger, da? in den unruhigen Jahren, die vor uns liegen, politische Gestaltungskraft nur von dem ausgehen kann, der sich seiner Wurzeln besinnt. Vor dem Hintergrund dieses Paradigmenwechsels unternimmt der Verfasser den Versuch, die Deutschen zu einer Aff?re mit sich selbst zu verf?hren. Dazu werden die Entwicklungslinien von Volk und Nation in der deutschen Geistesgeschichte der letzten 250 Jahre nachgezeichnet. Dieses weite historisch-philosophische Panorama er?ffnet Einblicke in das Verst?ndnis der Gegenwart, die sich - im Gegensatz zu den Scheindebatten einer inszenierten ?ffentlichkeit - als bestechend aktuell erweisen k?nnten.