In seiner Nikomachischen Ethik diskutiert Aristoteles die vollkommene oder erf?llte Freundschaft -? tele?a phil?a -? als Gespr?chsgemeinschaft. Diese Diskussion zieht Thomas Schestag in ein Zwiegespr?ch zwischen Stimmen, die im Untergrund der Freundschaftsdiskussion - weder blo? Gespr?ch unter Freunden noch auch blo? ein Gespr?ch ?ber Freundschaft - Spuren einer unerh?rten, uner?rterten Philologie freilegen: Die Freundschaft unter Menschen wird in der (von Aristoteles nur im Vor?bergehen angesprochenen) Freundschaft der Dichter zu ihren Gedichten in ein Extrem getrieben, das die Sprache aus der Fassung zur Habe des Menschen schl?gt und die am Eingang der Politik aufgebotene exklusive Bestimmung des Menschen zum sprachhabenden Lebewesen ruiniert.?Denn die phil?a im Verh?ltnis der Dichter zu ihren Gedichten ist nicht nur nicht teleologisch, sie ist nicht einmal?logisch ausgerichtet. Ihr ?berma? - das ?ber alles, was als Sprache gilt, Sprache insbesondere als l?gos aufgefasst, hinausgeht - h?lt den ?bergang des entstehenden Gedichts zum entstandenen auf. Das Gedicht bietet nichts als diesen Aufenthalt. In ihm gewinnt eine Philologie - als Liebe zum Lesen - Kontur (ohne zustande zu kommen), die sprachlose Z?ge im Aufriss aller sprachlichen Gebilde freilegt. Ihr ist das Zwiegespr?ch gewidmet. ?
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