Auf welchen Verabredungen basiert unser Zusammenleben? Und wie können diese - oft als selbstverständlich hingenommenen - sichtbar und damit verhandelbar gemacht werden? In ihren Performances, Installationen und Radiostücken machen Hofmann&Lindholm genau dies: Sie schaffen Räume, in denen soziale Regeln und Konventionen ausgesetzt oder verschoben werden.Das scheinbar Bekannte und Vertraute - seien es nun historische Ereignisse, Eigentumsverhältnisse oder Nachbarschaften - begegnet uns darin als fremd, bisweilen sogar unheimlich. Zur Verhandlung gesellschaftlicher Normen gehört dabei unmittelbar das Zusammenspiel mit Publikum und Mitwirkenden, die zu Ko-Produzierenden und Kompliz:innen werden.Mit Beiträgen von Esther Boldt, Nikolaus Müller-Schöll und Kathrin Tiedemann, zahlreichen Abbildungen und einem Werkverzeichnis.'Ihre Arbeiten sind Störfaktoren im positivsten Sinne.' kultur.westDas Regie- und Autorenteam Hofmann&Lindholm realisiert seit dem Jahr 2000 Projekte an den Schnittstellen von szenischer, bildender und akustischer Kunst. Ihre überwiegend konzeptbasierten Inszenierungen, die Hannah Hofmann und Sven Lindholm mit wechselnden Kooperationspartner:innen umsetzen, zeichnet die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen und die Erkundung neuer Erzählweisen, Bildsprachen und Formate aus.