Die Statistik war nicht nur symbolische Ressource deutscher Nationalismen - in Daten ?bersetzt wurde Ethnizit?t zur verwaltbaren Tatsache.
Die Nationalit?tenstatistik ver?nderte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nicht nur die Vorstellungen davon, was eine Nation sei, sondern auch Praktiken und Politiken, die sich auf diese Vorstellungen bezogen. Lag an ihrem Beginn die Idee, die offenen Fragen des deutschen Nationaldiskurses nach ethnopolitischen Zugeh?rigkeiten und Grenzziehungen zu beantworten, wurde sie um 1900 zur wichtigen symbolischen Ressource deutscher Nationalismen. Die Techniken des Erfassens und Kartierens ?bersetzten das Nationale zudem in eine schalt- und verwaltbare Tatsache staatlicher Ethnopolitik. Zusehends in den Fokus gerieten die ?stlichen Grenzl?nder des Deutschen Reichs. Der Autor untersucht die Quantifizierung des Nationalen von den 1860er- bis in die 1940er-Jahre. ?ber einen Zeitraum von rund 80 Jahren suchten Statistiker nach Wegen, die ethnopolitischen Kategorien von Volk, Nation und ?Rasse? in statistische Daten zu ?bersetzen. Zugleich wurde die Nationalit?tenstatistik w?hrend des deutschen Zugriffs auf das ?stliche Europa in beiden Weltkriegen zu einer bev?lkerungspolitischen Technologie, die ethnische ?S?uberungen? nicht nur denk-, sondern auch umsetzbar machte. Die Studie wurde mit dem F?rderpreis der Gesellschaft f?r Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik ausgezeichnet
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