Sansibar boomt als Urlaubsdestination, seit die Insel 2020 f?r coronafrei erkl?rt wurde und damit Tausende TouristInnen anlockte,
die Infrastruktur und Leben der Einheimischen auf den Kopf stellten. Karin Ivancsics hat ein Buch ?ber dieses "Paradies" im
Indischen Ozean geschrieben, das sie vor einigen Jahren f?r sich entdeckte.
Sansibar - welch klangvoller Name! 2017 entdeckte Karin Ivancsics die kleine ostafrikanische Insel mit ihrem t?rkisblauen Meer und den endlos wei?en Sandstr?nden f?r sich als idealen R?ckzugsort. Die vielgereiste Autorin schreibt ?ber Ebbe & Flut, Flora & Fauna, das Kommen & Gehen historischer Pers?nlichkeiten wie Prinzessin Salme, Tochter des damaligen Sultans, die 1866 einen deutschen Kaufmann heiratete und mit ihm nach Hamburg floh, oder den ?sterreichischen Afrikaforscher und Konsul Oskar Baumann, der sich zur selben Epoche in der Hauptstadt Stone Town aufhielt. Sie berichtet ?ber die Auswirkungen der Kolonialgeschichte, Revolution, Religion, Kultur und aktuelle (gesellschafts-)politische Verh?ltnisse - und stellt, wie Salme im 19. Jahrhundert, Vergleiche mit Europa an.
Auf sehr pers?nliche Art erz?hlt Ivancsics vom Alltag der Einheimischen in den D?rfern; sie l?sst die Nachbarn in vielen Gespr?chen ihre eigenen Geschichten erz?hlen und Hotelbesitzer, Expats, Touristen, NGOs, Massai und andere Gastarbeiter
vom Festland Tansania zu Wort kommen, verbindet deren Ansichten mit eigenen ?berlegungen und Erlebnissen und zeichnet so ein vielf?ltiges und facettenreiches Bild der Insel, ein Kaleidoskop funkelnder Eindr?cke. Karibu, willkommen!
Sansibar ist kein belehrender Reisef?hrer, sondern eine Erkundung, die die unterschiedlichsten Facetten von Sansibar aufblitzen l?sst. Diese Schlaglichter leuchten auf uns zur?ck und bieten vielfach Anlass, unsere Einstellungen in diesem Licht zu betrachten und zu hinterfragen. Wer sich nach der Lekt?re noch immer nicht nach dem Rauschen der Wellen und dem vielstimmigen Singsang der sansibarischen Tierwelt sehnt, der sehnt sich zumindest danach, wieder einmal offen auf das "Andere" zuzugehen - und sei es die Nachbarin oder der Nachbar. Hakuna matata.