M?nchens ?lteste Vorstadt war jahrhundertelang ein Zentrum der Betriebsamkeit. An zahlreichen Bachl?ufen arbeiteten M?hlen und Hammerwerke, die wegen ihrer hohen Ertr?ge als "Lehen" (Leihegut) des herzoglichen Stadtherrn galten - eine rechtliche Besonderheit, die schlie?lich zum Ortsnamen "Lehel" f?hrte. Eine wesentliche Rolle spielte auch die Fl??erei, die Bauholz, Brennmaterial und auch Luxusg?ter aus dem S?den anlieferte und dar?ber hinaus den Personenverkehr in Richtung Wien besorgte. Die im Lehel praktizierte Wertsch?pfung f?hrte zu einer kontinuierlichen Migration ungelernter Arbeitskr?fte, die vor Ort in engen und elenden Wohnquartieren Unterschlupf fanden. Ab ca. 1880 kam es zu einer durchgreifenden Sanierung, in deren Verlauf sich die bislang prek?r gepr?gte Vorstadt in ein bevorzugtes M?nchner Wohnviertel verwandelte. Zahlreiche, hier erstmals ver?ffentlichte historische Bildzeugnisse belegen diese Metamorphose des Lehels und f?hren den staunenden "Zeitreisenden" in eine weithin unbekannte und untergegangene Welt.
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