Der Filmemacher, Schriftsteller und Maler Herbert Achternbusch gilt nicht nur als Meister der Komik und des Absurden in bester Nachfolge eines Karl Valentin, sondern auch als ebenso radikaler wie unerbittlicher Kommentator gesellschaftlicher Entwicklungen und Widerspr?che - h?ufig zum Missfallen von Kirche und Politik, die von Achternbusch immer wieder scharf ins Visier genommen wurden. So l?ste sein Film 'Das Gespenst 'wegen Blasphemie-Vorw?rfen einen bundesweiten Skandal aus, bereits zugesagte Filmf?rderungsgelder wurden dem Filmemacher verweigert und in M?nchen formierten sich ?ber 1.000 katholische Pfadfinder zu einer S?hneprozession, um f?r den S?nder Achternbusch um Vergebung zu beten. Der widerspruchsfreudige Geist und der unvergleichliche Wortwitz ('Du hast keine Chance, aber nutze sie') dieses 'gro?en Universalk?nstlers zwischen Schmerz und au?ergew?hnlichem Humor' (Franz Xaver Karl) sind festgehalten in zahlreichen Interviews, Filmaufnahmen und Gespr?chen, die Zeugnis ablegen von Denken, Leben und Werk eines 'der wildesten Geister Bayerns' (Percy Adlon). Die Interviews und Selbstaussagen von Herbert Achternbuschs werden erstmals in einer Publikation versammelt und begleitet von zahlreichen Fotografien, Plakaten, Gem?lden und Zeichnungen sowie Erinnerungen und Nachrufen von Freund*innen und Wegbegleiter*innen (unter ihnen u. a. Naomi Achternbusch, Luisa Francia, Gabi Geist, Werner Herzog, Elfriede Jelinek, Luise Kinseher, Klaus Lemke und Volker Schl?ndorff).